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Lohnausfallprinzip/Referenzprinzip
(recht.zivil.materiell.schuld.bt.arbeit)
    

Erhlt ein Arbeitnehmer weil er nicht gearbeitet hat keinen Lohn, und sieht ein Gesetz vor, da trotzdem Lohn zu zahlen ist (z.B. wegen Krankheit des Arbeitnehmers oder Urlaub) so kann der Lohn entweder nach dem Lohnausfallprinzip oder dem Referenzprinzip berechnet werden.

Sieht das Gesetz wie z.B. in 2 Abs. 1 EntgeltfortzahlungsG vor, da

"der Arbeitgebeber dem Arbeitnehmer das Arbeitsentgelt zu zahlen"
hat
"das er ohne den Arbeitsausfall erhalten htte".
So spricht man vom Lohnausfallprinzip, da sich das Arbeitsentgelt nach dem Lohn berechnet, den der Arbeitgeber erhalten htte, wenn die Arbeit nicht aus dem gesetzlichen Grund entfallen wre. D.h. auch, da der Arbeitnehmer dann kein Geld erhlt, wenn der Lohn auch ohne den gesetzlich normierten Grund entfallen wre.

Beispiel: Gem 2 EntgeltfortzahlungsG ist an Tagen in denen die Arbeitszeit aufgrund eines Feiertages ausfllt, das Arbeitsentgelt zu zahlen, da der Arbeitnehmer ohne den Ausfall erhalten htte. Fllt ein Feiertag aber in einen Streik, ist die Lohnzahlungspflicht hier schon aufgrund des Streiks suspendiert. Daher erhlt der streikende Arbeitnehmer keine Entgeltzahlung nach 2 EntgeltfortzahlungsG.

Beim Referenzprinzip wird dagegen Bezug auf eine vom Gesetz bestimmte Gre genommen. Z.B. sieht 11 Abs. 1 BUrlG vor,

"Das Urlaubsgeld bemit sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat (...)".

Auf diesen Artikel verweisen: Referenzprinzip * Annahmeverzug im Arbeitsrecht * Feiertag, Entgeltfortzahlung