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Abschichtungsvereinbarung
(recht.notar.erb und recht.zivil.materiell.erb)
    

Mit einer Abschichtungsvereinbarung gibt ein Miterbe seine Mitgliedschaftsrechte an einer Erbengemeinschaft auf, mit der Folge, dass sein aufgegebener Anteil den anderen Miterben kraft Gesetztes anteilig zuwächst. Die Abschichtungsvereinbarung ist materiellrechtlich nicht formbedürftig auch wenn sich im Nachlass Grundstücke befinden. Dazu BGH v. 21.01.1998 Az. IV ZR 346/96:

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  1. Ein Miterbe kann auch aus einer Erbengemeinschaft, zu der ein Grundstück gehört, formfrei im Wege der Abschichtung ausscheiden. Ob seine Abfindung aus dem Nachlaß oder aus dem Privatvermögen des (oder der) anderen Erben geleistet wird, ist für die Formbedürftigkeit des Ausscheidens nicht von Bedeutung.
  2. Wenn als Abfindung aber die Leistung eines Gegenstands vereinbart wird, der nur durch ein formbedürftiges Rechtsgeschäfts übertragen wird (etwa ein Grundstück), ist die für dieses Rechtsgeschäft geltende Form zu beachten (§ BGB § 313 S. 1 BGB).
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Auf diesen Artikel verweisen: Miterbe * Skript Erbrecht