passive Giralgeldschöpfung
Von passiver Giralgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken spricht man, wenn ein Kunde bei einer Bank Bargeld auf sein Girokonto einzahlt (= Sichteinlage). Damit ist in Höhe der Einzahlung Giralgeld entstanden, dem ein entsprechende Bargeldsumme bei der Bank gegenübersteht.
aktive Giralgeldschöpfung
Von aktiver Giralgeldschöpfung spricht man, wenn die
Bank diese Sichteinlage (z.B. 100 Euro) des Kunden nutzt um einem anderen
Kunden einen Kredit zu geben. Dieser Kredit wird ihm dann auf seinem
Girokonto gutgeschrieben und steht ihm zur Verfügung. Damit haben sich die
Sichteinlagen der Bank verdoppelt. Wird dieser Kredit nun zur Begleichung
einer Rechnung auf das Girokonto eines Dritten überwiesen verschiebt sich das
Sichtguthaben des zweiten Kunden auf das Konto des Dritten.
Damit stehen der Bank 200,- Euro Giralgeld für eine neue Kreditvergabe
und damit möglicherweise eine neue Verdoppelung zur Verfügung. Diesen
theoretisch endlosen Kreislauf nennt man multiple
Giralgeldschöpfung. Diese wird allerdings durch die Geldpolitik der
Zentralbank, z.B. die Mindestreservenpolitik, gebremst.
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