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1666 BGB Gerichtliche Manahmen bei Gefhrdung des Kindeswohls
(gesetz.bgb.buch-4.abschnitt-2.titel-5)
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(1) Wird das krperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermgen gefhrdet und sind die Eltern nicht gewillt oder nicht in der Lage, die Gefahr abzuwenden, so hat das Familiengericht die Manahmen zu treffen, die zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind.

(2) In der Regel ist anzunehmen, dass das Vermgen des Kindes gefhrdet ist, wenn der Inhaber der Vermgenssorge seine Unterhaltspflicht gegenber dem Kind oder seine mit der Vermgenssorge verbundenen Pflichten verletzt oder Anordnungen des Gerichts, die sich auf die Vermgenssorge beziehen, nicht befolgt.

(3) Zu den gerichtlichen Manahmen nach Absatz 1 gehren insbesondere

  1. Gebote, ffentliche Hilfen wie zum Beispiel Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Gesundheitsfrsorge in Anspruch zu nehmen,
  2. Gebote, fr die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen,
  3. Verbote, vorbergehend oder auf unbestimmte Zeit die Familienwohnung oder eine andere Wohnung zu nutzen, sich in einem bestimmten Umkreis der Wohnung aufzuhalten oder zu bestimmende andere Orte aufzusuchen, an denen sich das Kind regelmig aufhlt,
  4. Verbote, Verbindung zum Kind aufzunehmen oder ein Zusammentreffen mit dem Kind herbeizufhren,
  5. die Ersetzung von Erklrungen des Inhabers der elterlichen Sorge,
  6. die teilweise oder vollstndige Entziehung der elterlichen Sorge.

(4) In Angelegenheiten der Personensorge kann das Gericht auch Manahmen mit Wirkung gegen einen Dritten treffen.

Auf diesen Artikel verweisen: 1685 BGB Umgang des Kindes mit anderen Bezugspersonen * Sorgerrechtsbertragung * 1696 BGB Abnderung gerichtlicher Entscheidungen und gerichtlich gebilligter Vergleiche * 157 FamFG Errterung der Kindeswohlgefhrdung; einstweilige Anordnung * Vorname/Nachname